Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut. Gesundheit spricht den ganzen Mensch an - Körper, Geist und Seele. Menschen möchten gesund sein, bleiben oder werden.

Foto: Heike Margraf

Lt. WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist das, was Menschen unter Gesundheit verstehen oder damit assoziieren von ihrem gesellschaftlich-kulturellen Hintergrund abhängig. Faktoren wie die Lebensphase, das Alter, die soziale Herkunft, der Bildungsgrad, das Geschlecht, die Erziehung und die Strukturen des Gesundheitswesen, prägen das Gesundheitsverständnis des Menschen.

Suchen Mediziner eher nach den körperlichen Ursachen von Krankheiten und richtet sich der Fokus der Gesundheits-Wissenschaft eher auf die Frage nach der Entstehung von Krankheiten, entwickelt sich seit einigen Jahren ein anderer Ansatz der z. B. den Fragen nachgeht:

  • Was lässt uns gesund bleiben?
  • Unter welchen Lebensumständen fühlen wir uns wohl?
  • Was stärkt unser Wohlbefinden?  

Nach diesem Ansatz des Salutogenese-Modells ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu verstehen. Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky prägte den Ausdruck in den 1970 iger Jahren, der immer mehr Einfluss auf das Gesundheitssystem nimmt. So ist Gesundheit ein für jeden Menschen ganz individueller Zustand der von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängt.

In diesem Kontext liegen weitere Fragen nahe, wie z. B.:

  • Welche Kompetenzen muss schon ein Kind entwickeln, um mit Belastungen, Veränderungen und Krankheiten besser umgehen zu können und wo und wie kann es unterstützt werden, gesundheitsfördernde Ressourcen kennen zu lernen und anzuwenden?
  • Was sagt mir meine Krankheit und zu welchen Veränderungen meines Lebens ruft sie mich (auf der Erwachsenenebene) auf?

Erstere Frage stellt die Verantwortung der Eltern stärker in den Vordergrund. Gesundheitsfördernde Lebensweise ist nicht angeboren, sie muss erlernt, vermittelt und im Alltag nachhaltig gelebt werden. Eltern, Kursleiter und andere Erziehende haben hier Vorbildcharakter.

Die zweite Fragestellung hat eine eigene Essenz. Sie richtet den Blick auf Krankheit nicht als Mangelerscheinung, sondern als ein Anreiz, auf andere Lebensinhalte wie mehr Achtsamkeit mit sich selbst, Gelassenheit, Besonnenheit und Spiritualität zu schauen. Geistliche Rituale wie regelmäßige Zeiten der Stille, der Einkehr, des Gebets und des Nachdenkens können dies unterstützen.

Gesundheitsfördernde Basiselemente wie Stille, Ruhe und Achtsamkeit und der Einsatz von Ritualen finden in vielen unserer Kurse, sozusagen nebenbei statt.

Darüber hinaus bieten wir gezielte Kurse wie Entspannung und Yoga an.

Christliche Bildungsstätten, Klöster und Tagungshäuser bieten ein breites Spektrum unterschiedlicher Angebote an, Stille, Ruhe, innere Einkehr und auch ein aufmerksam werden für eine Stimme, außerhalb unseres Selbst, eine neue Beziehung zu Gott zu erfahren.